Säuglingstot in der DDR II

Fortsetzung von Teil l

Hinweis:
Die Polizei bzw. die Staatsanwaltschaften der unteren Justiz versuchen gern oftmals solche Anzeigen abzublocken. Sie berufen sich dabei auf die Verjährungsfristen für den Straftatbestand der Entziehung Minderjähriger. Soweit vom Prinzip her rechtlich auch richtig. Allerdings gibt es aus dem Jahr 1978 die Menschenrechtskonvention. Danach sind Tatbestände wie Kinderhandel, Kinderarbeit, Kindersklaverei usw. als Menschenrechtsverletzungen eingestuft worden und gelten daher als Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Und für Menschenrechtsverletzungen gibt es keine Verjährungsfristen, genauso wie für Mord oder Kriegsverbrechen.

Sollten sich also örtliche Polizei und Staatsanwaltschaft – auch unter Verweis auf die Menschenrechtsverletzung – nicht zum Tätig werden veranlasst sehen, wenden Sie sich mit einer Anzeige Anzeige an die Generalbundesanwaltschaft

Karlsruhe
Stabelstrasse 2
76133 Karlsruhe

Es steht Ihnen dabei auch frei, in diesem Zusammenhang gleichzeitig gegen die untätigen örtlichen Dienststellen eine weitere Strafanzeige wegen des dringenden Tatverdachts der Strafvereitelung im Amt zu erstatten.

Abschließend noch einige persönliche Tipps aus unserem eigenen Erfahrungsschatz!

Stellen Sie Ihre Anträge und Anfragen an Behörden und Institutionen immer schriftlich. Machen Sie sich von jedem Schreiben eine Kopie und legen Sie sich zu Hause eine Akte an.
Dies ist wichtig, denn so können Sie es auch nach Wochen oder Monaten noch nach vollziehen, wen ihr wann mit welchem Inhalt angeschrieben habt.
Außerdem kann der Nachweis des Schriftverkehrs im Falle einer rechtlichen Auseinandersetzung – wie oben beschrieben – ein wichtiges Beweismittel sein.

Wenn Sie nach etwa 4 Wochen keine Reaktion – nicht einmal eine Eingangsbestätigung – auf Eure Anschreiben habt, solltet Ihr unbedingt nachhaken und eine Frist setzen.
Danach ist eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim Dienstherrn (beim Standesamt ist es z.B. der Bürgermeister) oder bei der übergeordneten Dienststelle fällig. Dabei hat es sich schon oft als hilfreich erwiesen, wenn man dabei „dezent“ aber bestimmt auf das Grundrecht der freien Meinungsäußerung nach Artikel 5 Abs.1 des Grundgesetzes verweist. Medienwirksame Öffentlichkeit – gerade in Bezug auf dieses sensible Tabu-Thema mögen diese Damen und Herren ganz und gar nicht.

Ganz zum Schluss noch etwas wichtiges!

Wir haben in der Vergangenheit schon mehrfach Kontakt mit Betroffenen gehabt, die sich auf fragwürdige Privatdetekteien, welche damit werben, sich auf solche Suchfälle spezialisiert zu haben, eingelassen hatten. Letztendlich waren diese Betroffenen viel Geld los und keinen Schritt weiter! Rein rechtlich gesehen, hat ein Privatermittler nicht mehr Möglichkeiten als Sie selbst.
Mit entsprechendem Arrangement und ein bisschen Arbeit, können Sie all diese Sachen selbst herausfinden und braucht nicht irgendwelchen Detektiven einen Haufen Geld in den Rachen zu schmeißen. Außerdem gibt es viele andere Betroffene, die Ihnen mit ihren Erfahrungen zur Seite stehen. Tuen Sie sich und Ihrem Geldbeutel also einen Gefallen und lassen die Finger von solchen dubiosen Angeboten.

Anmerkung: Danke an Ramona und Eckbert für die sehr gute Ausarbeitung und die Genehmigung für die Veröffentlichung.