Monika

Am 11.01.2008 habe ich einen erhofften Telefonanruf verpasst. Vor ein paar Tagen hatte ich einen Brief an die Witwe meines l. Vaters geschrieben. Sie hatte beim Kirchlichen Suchdienst der Freigabe ihrer Kontaktdaten zugestimmt.

Mein Mann nahm am Nachmittag dann einen Anruf von meiner Halbschwester entgegen, da ich auf Arbeit war. Sie wollte sich nächsten Tag melden, Was sie auch tat. Dann um 14.30 Uhr kam der ersehnte Anruf.

Das war der Hammer!

Ich habe mit meiner Halbschwester Monika telefoniert. Es war ein sehr nettes und sehr informatives Gespräch. Die Mutter, zweite Ehefrau von meinen verstorbenem leiblichen Vater, hatte sich nicht getraut bei mir anzurufen. Sie wussten nichts von mir und er hatte nie eine Tochter erwähnt. Sie fragte mich dann gleich, welche Fragen ich an ihre Mutter hätte. Der Brief vom Kirchlichen Suchdienst war an sie gerichtet.

Dabei kam raus dass ich außer Monika noch weitere fünf Halbgeschwister und eine Stiefschwester habe. Dieses jetzt nur von der Seite meines Vaters aus. Es sind vier Schwestern und drei Brüder. Einen Bruder kann ich leider nicht mehr kennenlernen, da er bei der Armee damals auf sehr seltsame und tragische Art und Weise ums Leben gekommen ist. Wir liegen in den Jahrgängen 1958- 1967. So, nun bin ich erst einmal vollkommen fertig und muss mich erst mal sammeln. Die Gefühle fahren mal wieder die berüchtigte Achterbahn.

Während des Telefonates musste ich mir einiges aufschreiben, sonst hätte ich die ganzen Informationen nicht behalten. Vor allem die ganzen Namen und Geburtsdaten. Mal sehen, ob es zu einem Treffen im Februar, wenn ich Urlaub habe, kommt. Wir haben unsere Telefonnummern ausgetauscht, damit wir in Verbindung bleiben können.

Anschließen „durfte“ ich diese Neuigkeiten dann meinem Mann erzählen. Dieses war dann bei einer Tasse Kaffee. Na, dass alles auf die Reihe zu bekommen war nicht gerade einfach. Mein Mann bekam das große Staunen und sagte kaum etwas dazu. Die Sache mit meinem Bruder kam ihm ebenfalls sehr komisch vor. Bei der Armee sollen öfter schwere Unfälle vertuscht worden sein, meinte er.

Dann habe, ich wie versprochen, Sabrina über das Telefonat informiert. Mit einem Mal so viele Tanten und Onkel, das war für sie sehr gewöhnungsbedürftig. Sie freute sich mit mir, dass wir nun doch so erfolgreich waren. Das Telefonat ging wohl eine gute Stunde.

©: Heidrun