Expose Sabrina

In dem Buch Sabrina- geht es eine Adoption in der DDR, um eine besondere Adoption. Eine Adoptierte, die selbst keine Kinder bekommen kann, adoptiert ein kleines Mädchen. Ich fand dieses Buch sehr ergreifend und es zeigt deutlich die Schwierigkeiten einer Adoption auf. Probleme die in der Familie auftreten werden ebenso angesprochen wie zeitweiliges Unverständnis für diesen Schritt im Lebens- und Arbeitsumfeld. Aus diesem Grunde fiel es der Familie auch nicht leicht Hilfe von aussen anzunehmen, als größere Schwierigkeiten auftraten. Ob ganz „normale“ Schwierigkeiten in der Pubertät oder schulische Probleme .. die Eltern lassen das Kind nicht allein.

Frühzeitig wird die Adoptivtochter über ihre wahre Herkunft aufgeklärt. Die Autorin hat diese Erfahrung anders machen müssen und hat dadurch bei ihrer Tochter völlig anders gehandelt und richtig umgesetzt.

Hier lag anfangs ebenfalls der Verdacht einer Zwangsadoption nahe, dass es sich um eine Zwangsadoption handeln könnte, was aber nach langer Recherche nicht ganz bestätigt wurde. Die Geschichte zeigt auf, um von einer Zwangsadoption zu sprechen, das sehr viele Nachforschungen notwendig sind.

Leider sind nicht alle Herkunftseltern immer ganz aufrichtig, was häufig zu Kontaktabbrüchen führt. Dazu zählt auch eine veränderte Reihenfolge der Geschehnisse.
Auch hier die Überraschung mit sehr vielen Geschwistern, zu denen teilweise Kontakt besteht. Der Kontakt zur leiblichen Mutter wird strikt von beiden Seiten abgelehnt.

Ihre Tochter hat das bis heute nicht verwunden, dass ihr biologischer Vater nicht ganz aufrichtig zu ihr war. Dadurch kam es leider zu keinem Happyend.

Die Autorin sagt, dass sie die erste Zeit der Adoptionspflege und der Adoption beim Schreiben wieder voll durchlebt hat.

Dieses Buch zeigt deutlich, wie wichtig frühzeitige Adoptionsaufklärung und Begleitung auf dem Weg in die Vergangenheit ist.