Erste Rezension

von Ertko

 Zunächst geht es um eine Kindheit bei Eltern, die ihr Kind mit aller Liebe groß ziehen, bis die Autorin erfährt, dass sie adoptiert worden ist. Wie oft bei Adoptionen entscheidet das eher der Zufall, aber durch das gute Verhältnis zu den Adoptiveltern zerstört es nicht die Beziehungen. Nun erfährt die Autorin, dass sie zunächst in einem Säuglingsheim war und als sie zu ihren Adoptiveltern kam, einen enormen Entwicklungsrückstand hat.

Es ist noch nicht lange her, dass es eine Aufarbeitung der früheren Heimerziehung gegeben hat und es in vielen Heimen eine Art „Massenhaltung“ gab, die zu schweren Entwicklungsrückstände führten und die Autorin hat es ihren Adoptiveltern zu verdanken, dass sie ihren Entwicklungsrückgang in der Adoptivfamilie gut aufholen konnte und eine glückliche Kindheit hatte.

Aber es bleibt doch die Frage nach der Herkunftsfamilie und so beginnt eine jahrelange Suche mit unendlich vielen Behördengängen und allmählich kommt zum Vorschein, dass es in dieser Adoption Unregelmäßigkeiten gibt und immer mehr zur Gewissheit wird, dass es sich bei dieser Adoption um eine Zwangsadoption handeln muss.

Dieses war in der damaligen DDR nicht ungewöhnlich, denn Nicht linientreue Menschen bestrafte man und es ist wohl neben Zuchthausstrafen eine der grausamsten Strafen, den Eltern ihre Kinder wegzunehmen mit einer ungemein boshaften Begründung, dass das Kind in seiner Herkunftsfamilie verwahrlost war. Bei der Recherche stößt die Autorin aber auch auf Grenzen, sie sowohl durch die Behörden aber auch durch die biologische Mutter verursacht werden. Aber es gibt auch Überraschungen, so ist die Autorin als Einzelkind aufgewachsen und erfährt nach und nach, dass sie sehr viele Geschwister hat.

Zu einigen…..väterlicherseits…. wird ein Kontakt entstehen, mütterlicherseits wird geblockt und so hat die Autorin bis heute noch nicht alle Geschwister kennen gelernt. Die Spurensuche ist noch nicht beendet, denn bis heute ist der zur Zeit angegebene Vater nicht eindeutig als Vater definiert, weil es unterschiedliche….zum Teil falsche Papiere gibt… Gefälscht? und wenn ja aus welchem Grund???

So wird die Suche wohl noch weiter gehen und ich wünsche der Autorin viel Kraft dahin zu kommen, dass vollständige Familienzusammenführung eines Tages gelingen wird, seitens der biologischen Mutter, denn der bisher gedachte biologische Vater ist 2001 verstorben.

Ich möchte besonders Adoptiveltern dieses Buch empfehlen, damit sie verstehen, dass es nicht nötig ist ihrem Adoptivkind so eine Adoption vorzuenthalten, eine tragfähige Beziehung hält die Wahrheit aus.

Quelle: amazon.de