Elternnetz

Eine Adoptivfamilie ist eine besondere Familie. Das Kind, das die Familie oft erst zur Familie macht (sofern nicht schon Geschwister da sind), ist nicht leiblich. Daraus ergeben sich Besonderheiten, die allen Beteiligten bewusst sein sollten.

Jedes Paar hat sicher eigene Gründe, warum es ein Kind adoptieren möchte. Ist die Motivation für eine Adoption unklar, können schwer wiegende Enttäuschungen folgen. Nicht selten werden in das Kind Erwartungen gelegt, die es nicht erfüllen kann. Während der langen Wartezeit auf ein eigenes Kind und später auf ein Kind, das adoptiert werden kann, wird oft eine Wunschvorstellung von einem „Traumkind“ aufgebaut.

Die Wirklichkeit sieht allerdings anders aus. Wie von leiblichen Kindern werden Eltern von Adoptivkindern gefordert – und nicht selten enttäuscht. Sie müssen lernen, das nicht-leibliche Kind anzunehmen und zu akzeptieren, wie es ist. Eltern können keine fortwährende Dankbarkeit erwarten.

Geduld, Humor und Einfühlungsvermögen helfen, die besondere Familiensituation zu bewältigen. Gelingt es, eine offene und warmherzige Beziehung herzustellen, steht einem harmonischen und lebendigen Familienleben nichts im Wege.

Zuständig für die Adoptionsvermittlung sind die Adoptionsvermittlungsstellen der Jugendämter, der Landesjugendämter und sonstiger anerkannter Organisationen.

Quelle:  Elternnetz