Findelkinder & Babyklappen

Findelkinder sind verlassene, ausgesetzte Kinder.

Fast immer von ihren Müttern, bald nach der Geburt irgendwo zurück gelassen. Es gibt selten die Absicht, dass das Kind sterben sollte. Jedoch sind die Mutter in der Regel in einem solchen mentalen Zustand, dass sie weder rational handeln, noch fähig sind Hilfe anzunehmen. Nicht einmal dann, wenn man ihnen die Hilfe direkt anbieten würde.

Die Kinder werden meistens irgendwo in einem Krankenhaus, Bad, Telefonzelle, Kirche oder bei einem Pfarrer vor der Haustür gelegt, wo sie bald gefunden werden würden. Dies unterscheidet die Mütter. Die Mütter von Findelkindern handeln oft unbewusst fürsorglich.

Im Mittelalter und in der Renaissance gab es anerkannte Orte, wo eine Mutter ein Baby hinterlassen bzw. abgeben konnte. Normalerweise waren das Räume in Klöstern, in denen eine Art Kinderbett oder Wiege an der Wand befestigt war. Eine so genannte Drehlade. Die Mutter legte das Kind in die Wiege, betätigte eine Klingel und ging. Ein paar Minuten später kam eine Nonne und das Baby wurde dann entweder im Klosterwaisenhaus betreut oder zur Adoption freizugeben. Die Babyklappe ist also keine neuzeitliche Erfindung – nein, so etwas gab es schon im Mittelalter.

Diese Regelung wurde im Jahr 2000 wieder aufgegriffen und die erste Babyklappe in Hamburg eröffnet. Nach der anonymen Abgabe des Babys, hat die Mutter sechs Wochen Zeit, in denen sie das Baby wieder beanspruchen kann. Bis 2009 gab es 98 Babyklappen in Deutschland.

In der modernen Dritten Welt können Kinder anonym abgegeben werden, wenn z.B. das Leben der Mutter in Gefahr wäre oder sie selbst zu krank ist um sich um das Kind kümmern zu können (Aids). Es gibt für Mütter in der ganzen Welt andere und immer unterschiedlichere Situationen, in denen sie keinen anderen Ausweg sehen, als das Kind auszusetzen bzw. abzugeben.

Ein Findelkind hat kein bekanntes Geburtsdatum, Name oder Eltern. Sie werden häufig von der Person, die sie gefunden oder durch das Krankenhauspersonal, wo sie abgegeben werden benannt, oft Vornamen über den Ort sie gefunden wurden oder die Zeit des Jahres. Dieser Index umfasst mehrere Findelkinder:

Andal
Kirche, John
d’Alembert, Jean le Rond
Francisco, Peter
McNab, Andy
Michener, James A.
Oedipus

 

Liste der Babyklappen in Deutschland – Babyklappen

Babyklappen sind nach derzeitigem Rechtsstand in der Bundesrepublik Deutschland nicht erlaubt und umstritten, und ethisch-moralische Bedenken hinsichtlich Sinn und Erfolg der Einrichtungen bestehen.