Adoptivkind aufklären

Irgendwann wird Dein Kind nach seinen leiblichen Eltern fragen. Es ist völlig verständlich, wenn Dir diese Frage Angst macht. Betrachte die Frage nach den leiblichen Eltern jedoch nicht als Kritik, denn es bedeutet auf keinen Fall, dass Du Deiner Elternrolle nicht gerecht geworden bist. Deinem Kind fehlt ein Teil seines Lebens. Diesen möchte es gerne ausgefüllt wissen. Mit den folgenden fünf Tipps bist Du gut auf diese Situation vorbereitet und gehst gelassener mit ihr um:

Es ist schön, wenn Du früh versuchst, möglichst viele Informationen über die Herkunft und die Eltern Deines Kindes zu sammeln, denn die Frage wird kommen.

Wenn Du ihm etwas erzählst, sei ehrlich. Mach seine Eltern und seine Herkunft nicht schlecht, denn dann machst Du auch einen Teil schlecht, der zu Deinem Kind gehört.

Achte auch auf Deine Mimik. Sei sachlich und wahrheitsgemäß. Kinder haben sehr feine Antennen und werden Deine Regungen richtig interpretieren oder zumindest wissen, dass etwas nicht stimmt.

Vielleicht hilfst Du Deinem Adoptivkind sogar bei der Spurensuche, wenn es das möchte. Aber immer in dem Tempo, dass es selbst vorgibt. Du bist seine vertraute Person und auf der Suche kann es Dich immer wieder brauchen. Du gibst ihm Halt. Denn manches, das es dabei entdeckt, wird vielleicht nicht so schön oder sogar verstörend sein.

Wenn Du von den leiblichen Eltern Deines Kindes sprichst, solltest Du nicht von den „anderen Eltern“ sprechen. Für Dein Kind sollte klar sein, dass dies zur Vergangenheit gehört und nicht Gegenwart oder Zukunft ist. Sprich lieber von seinen „früheren Eltern“, so kann Dein Kind diese Zeit besser abgrenzen.

Quelle: Netmoms