Wendekinder

Ich wurde durch eine Interessentin auf das Thema zurückgelassene Kinder in der ehemaligen DDR 1989/ 1990 aufmerksam gemacht. Es wurden viele Kinder einfach alleine in den Wohnungen gelassen. Die Kinderheime wurden dadurch wieder voll. Diese Seite der Wendegeschichte ist selten an die Öffentlichkeit gekommen.

Dazu habe ich folgenden interessanten Beitrag im Internet gefunden.

„Heute sind sie zwischen 24 und 40 Jahre alt. Nach Beginn der Reisefreiheit in der DDR wurden sie in Wohnungen alleingelassen, Bekannten übergeben, Heimen überlassen: Ihre Eltern wollten ein neues Leben im Westen.

Ein Zettel, etwas Brot, Eier und Milch. Das war alles, was eine Mutter nach dem Fall der Berliner Mauer ihren drei Buben Mark, acht Jahre, Steve, fünf Jahre, und Martin, drei, in der Ostberliner Wohnung zurückgelassen hat. Und das Versprechen, etwas mitzubringen. Sie kam nie wieder. Einfach weg in den Westen! …“

Quelle: Die Presse